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Audioguides

Leihen Sie sich Ihr Audioguide-Gerät in der Tourist-Information aus und entdecken Sie Bernau bei Berlin ganz individuell auf eigene Faust. An zwölf Hörstationen erwarten Sie spannende Geschichten und interessante Hintergründe zu den Sehenswürdigkeiten der Innenstadt. Und das Beste: Kein Gedränge, keine großen Gruppen!

Für Erwachsene und Kinder stehen jeweils eigene Audioguides zur Verfügung. Der Audioguide für Kinder vermittelt die Inhalte altersgerecht, unterhaltsam und mit einer eigenen Erzählweise. Sie entscheiden selbst, welche Route Sie wählen, welche Stationen Sie besuchen und in welchem Tempo Sie die Stadt erkunden möchten.

Auf einen Blick

Kosten: 4,00 € pro Gerät

Dauer: individuell (an die Öffnungszeiten der
Tourist-Information gebunden)

Ausleihe: in der Tourist-Information Bernau

Pfand: 20,00 € pro Gerät

Sprache: Deutsch

Reservieren Sie die Audioguide-Geräte online

Stationen der Audioguides

Herzlich Willkommen in Bernau bei Berlin. Das Intro des Audioguides für Erwachsene und Kinder kann an jedem beliebigen Punkt in der Bernauer Innerstadt gestartet werden – beginnen Sie einfach dort, wo Sie sich gerade befinden.

Das Haus wurde im 18. Jh. als Wohnhaus erbaut. In den 1930er Jahren befand sich hier ein Kaiser´s Kaffee-Geschäft mit eigener „Schokoladenfabrik“. Das Gebäude hat eine Jugendstilfassade und ist als Fachwerk errichtet worden. 1997 wurde das Gebäude rekonstruiert und beherbergt seitdem die Galerie Bernau und die Tourist-Information.

Der Schwarze Adler, gebaut im 15./16. Jahrhundert, war bis 1541 das Bethaus der Kalandsbrüder. Der Kaland war eine karitative Bruderschaft der wohlhabenden Bürger, die sich hier am Monatsersten, dem Kalenden (Calendar), trafen. Das Gebäude bestand ursprünglich aus zwei Häusern, die später durch einen Zwischen- bau miteinander verbunden wurden. Heute befindet sich hier ein Restaurant mit einem, über die Jahrhunderte erhalten gebliebenen, Netzgewölbe.

Das letzte erhaltene Stadttor Bernaus wurde im 13./14. Jahr- hundert als Teil der Stadtbefestigungsanlage errichtet. Den ursprünglich dreitorigen Gebäudekomplex verbinden zwei Wehrgänge mit dem 28 Meter hohen Hungerturm, in welchem sich ein acht Meter tiefes Verlies befindet. 1751 erhielt das Steintor ein barockes Dach. Das Steintor beherbergt seit 1882 das Heimatmuseum der Stadt.

Die im 13./14. Jahrhundert errichtete Stadtmauer war ursprünglich 1.496 Meter lang, 8 Meter hoch und einen halben bis anderthalb Meter breit. Sie bildete mit ihren 42 Lughäusern, 3 Stadttoren, 2 Rundtürmen und einem dreifachen Wall- und Grabensystem das Befestigungsbollwerk der Stadt. Diese Anlage ermöglichte es den Bernauern, den Angriffen der Quitzows und Pommern (1402) und der Hussiten (1432) standzuhalten.

Aus einem vermutlich spätromanischen, später gotisch veränderten Feldsteinbau ist eine vierschiffige Backsteinhallenkirche hervorgegangen. Das 1519 vollendete Gebäude ist 54,50 Meter lang und 30 Meter breit. Der ursprüngliche Doppelturm wurde 1846 durch den heutigen (57,40 Meter hoch) ersetzt. Das bedeutendste Ausstattungsstück ist der Marienaltar aus dem 16. Jahrhundert mit drei Schauseiten.

Das neu erbaute Tor steht seit 2013 genau an der Stelle, wo sich der Vorgängerbau befand. Dieser musste im Juni 1885 abgerissen werden, da Fuhrwerke das damals baufällige Tor in der Mühlenstraße kaum noch passieren konnten – heute kommt sogar die Feuerwehr durch. Das Tor ist etwa 8,80 Meter breit, 8,50 Meter lang und 14,60 Meter hoch.

Vor ungefähr 380 Jahren wurden hier zwei Fachwerkhäuser direkt an der Stadtmauer errichtet. Sie dienten bis ins 19. Jahrhundert hinein dem Scharfrichter der Stadt als Wohnhaus. Danach wurde das Gebäude erweitert und als Mietshaus genutzt. Seit 1976 ist hier eine Abteilung des Bernauer Heimatmuseums untergebracht und zeigt Ausstellungsstücke der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit. Von 1992 bis 1997 wurde das Gebäude aufwendig restauriert.

Dieser Rundturm, 29 Meter hoch, war Teil der Verteidigungsanlage. Er diente als Wach- und Wartturm. Der Zugang erfolgte über eine Leiter. Teile der Wallanlagen, die hinter dem Turm lagen, wurden im 17. Jahrhundert eingeebnet. So entstand ein Gehege, in welches Rinder getrieben wurden. Im Volksmund wurde der Pulverturm deshalb auch Bullenturm genannt.

Das älteste erhaltene Wohngebäude besteht heute aus zwei „Buden“ (ein Schornstein pro Bude). Diese wurden 1582/83 von Bernauer Kastenherren gestiftet und erbaut. Über Jahrhunderte hinweg dienten die Buden den Kantoren und Organisten bzw. deren Witwen als Dienstwohnung.

Das alte Rathausgebäude wurde 1805 nach Entwürfen des königlichen Bauinspektors Dornstein aus Wriezen an der Oder als nachweislich fünftes Rathaus erbaut. Es war zentraler Punkt des bürgerlichen Lebens und diente somit nicht nur der Kommunalverwaltung, sondern auch der Gerichts- und Polizeiverwaltung und anderen Zwecken. Das Neue Rathaus wurde nach 3 Jahren Bauzeit im Oktober 2020 fertiggestellt und bietet gemeinsam mit dem vis-à-vis am Markt gelegenen historischen Rathaus den Service der Verwaltung zentral an einem Ort.

Seit dem 17. Jahrhundert befindet sich der Marktplatz an dieser Stelle. Viel könnte der Platz erzählen, sowohl von Freuden- als auch Trauerfesten, von Hinrichtungen, Befreiungen und Besatzung, aber auch von täglichem Handel und Wandel in der Stadt. In neuer Schönheit präsentiert er sich seit 1995 und wird von Schwedischen Mehlbeerbäumen umsäumt.

An der Stelle der Adler-Apotheke wurde 1755 von Christoph Benjamin Tile ein Haus mit Apotheke und Saatguthandel gebaut. Gut 20 Jahre später erwarb die Familie Böhme die Apotheke. Die Familie prägte in sechs Generationen maßgeblich die Geschichte der Apotheke. 1900 wurde das alte Gebäude abgerissen und die neue Apotheke gebaut, die 1995 umfassend restauriert wurde.

Das Outro bildet den Abschluss des Audioguides für Erwachsene und Kinder und kann unabhängig davon abgespielt werden, an welchem Punkt Sie Ihre Tour beendet haben. Wir hoffen, Sie hatten eine spannende und informative Zeit. Auf Wiedersehen in Bernau bei Berlin!